Morton Neurinom

Was ist ein Morton-Neurinom?

Eine häufige Ursache für unklare Vorfußschmerzen ist ein Nervenknötchen, das meistens im Zehenzwischenraum III und IV sitzt. Die Patienten geben vor allem nach längerer Gehzeit so starke Schmerzen im Schuh an, dass sie die Schuhe ausziehen und die Füße massieren müssen. Einlagen bringen nur eine geringfügige Verbesserung der Schmerzsymptomatik. Bei der Untersuchung findet man manchmal eine herabgesetzte oder eine Übersensibilität an der Außenseite der III. Zehe und an der Innenseite der IV. Zehe. Auch lässt sich bei der Untersuchung der Schmerz durch eine Kompression des Vorfußes provozieren.

Wie wird es erkannt?

Die Diagnose erstellt der erfahrene Fußchirurg in erster Linie aus der Geschichte, die ihm der Patient erzählt, denn das Röntgen ist ebenso unergiebig wie die Computertomographie. In manchen Fällen kann man das Nervenknötchen mittels Kernspintomographie oder besonders feiner Ultraschalluntersuchung feststellen. Manchmal kann das Knötchen durch diagnostische Betäubung nachgewiesen werden: verschwindet der Schmerz, ist das Vorhandensein des Knötchens bewiesen.

Differenzialdiagnostisch sind jedoch auch Schmerzen wie die Metatarsalgie oder eine Entzündung in den Grundgelenken in Erwägung zu ziehen.

Therapeutische Maßnahmen

Konservative Behandlungen wie Infiltrationen und Einlagenversorgung bringen nur in 20% der Fälle eine Besserung. Die Therapie der Wahl ist die chirurgische Entfernung des Nervenknötchens durch einen Zugang von oben. Dieser Eingriff kann in lokaler Betäubung entweder ambulant oder mit 1-2tägigem, stationären Aufenthalt gemacht werden. Zurück bleibt eine Gefühlsstörung im Zehenzwischenraum III und IV, die die Patienten aber nicht stört, da sie nach der Operation immer von ihren heftigen Beschwerden befreit sind.

Komplikationsmöglichkeiten

Neben den typischen Operationskomplikationen (Infektionen, Thrombosen) ist die unangenehmste Komplikation ein Bluterguss, der manchmal sehr schmerzhaft sein kann, sich aber nach einigen Tagen zurückbildet. Ganz selten kommt es zu einem Nachwachsen des Neurinoms, welches dann noch einmal operiert werden muss.

Die wichtigsten Fakten

OP Dauer

30 Minuten

Arbeit

nach 2 Tagen bis 4 Wochen (je nach Belastung)

Anästhesie

Nervenblockade oder Vollnarkose

Sport

nach 4 Wochen

Aufenthalt

Stationär: 3 Tage

Kontrollen

Nahtentfernung - nach 2 Wochen
Klinische Kontrolle - nach 4 Wochen

Reha

nicht notwendig 

Endresultat

nach 6 Wochen bis 6 Monaten

Belastung

Schonung für 3 Wochen

Vor der OP

4 Wochen vor OP - Anästhesie Begutachtung
1 Tag vor OP - stationäre Aufnahme

Physiotherapie

nicht notwendig 

Nach der OP

Wunde Trocken halten
auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten, lokale Kühlung, um etwaige Schwellungen zu reduzieren
Bein nach OP hochlagern

 

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