Achillessehne

Chronische Reizung

Die Achillessehne, an der Rückseite des Unterschenkels oberhalb der Ferse durch die Haut gut tastbar, ist eine der kräftigsten Sehnen des Körpers. Sie ist etwa kleinfingerdick und kann eine Belastung von über 400 kg aushalten. Die Sehne ermöglicht das Absenken des Fußes im Sprunggelenk gegen großen Widerstand und ist deshalb für das Gehen und Laufen unverzichtbar. Besonders bei Sprüngen wird die Achillessehne stark belastet und kann Kräften von über 1.000 kg ausgesetzt werden.

Gerade Sportler beanspruchen diese Sehne enorm. Die häufigsten Verletzungen sind die chronische Reizung der Sehne, der chronisch degenerative Riss oder der akute Riss.
Bei der chronischen Reizung besteht eine Überbeanspruchung mit Schmerzen im Ansatzbereich. Dies wird oft durch den hinteren Fersensporn, der sogenannten Haglund-Exostose, gefördert. Die Achillessehne wird zwischen Knochensporn und Schuhrand gequetscht und entwickelt entzündliche Veränderungen und einen Schleimbeutel.

Meist kann durch Austausch der Schuhe, lokaler Kältebehandlung und entzündungshemmenden Maßnahmen dieses Problem behoben werden. Bei Therapieresistenz kann der Knochensporn abgetragen werden. Nach jeder Operation an der Achillessehne ist eine konsequente Nachbehandlung bei einem Physiotherapeuten unbedingt notwendig.

Chronischer Achillessehnenriss

Beim chronischen Achillessehnenriss kommt es ca. 2 cm oberhalb des Ansatzes der Sehne am Knochen zu einer spindelförmigen Auftreibung der Sehne. Im Zentrum ist die Sehne schlecht durchblutet und stirbt ab. Die Patienten spüren meist nach Belastung massive Schmerzen in diesem Bereich, es kann aber auch nach Überlastung zu einem akuten Riss der Sehne kommen. Anfänglich sollte die erkrankte Sehne konservativ behandelt werden. Bei anhaltenden Beschwerden wird der erkrankte Kern der Sehne unter Erhaltung der Außenwand ausgeschält. Die Nachbehandlung kann oftmals sehr lange dauern.

Akuter Achillessehnenriss

Ein akuter Achillessehnenriss ist mit einem charakteristischen Knall verbunden und trifft typischerweise Menschen zwischen dem 30. und 40. Lebensjahr. Für den erfahrenen Sportarzt ist die Diagnose eines Achillessehnenrisses nicht schwierig. Die typische Beschreibung des Unfallhergangs, eine tastbare Delle an der Haut über der Sehne und die Unfähigkeit des Verletzten im einbeinigen Stand auf dem verletzten Bein die Ferse vom Boden abzuheben, sind verlässliche Hinweise für das Vorliegen eines Achillessehnenrisses.

Therapie

Als Therapie ist generell gesehen sowohl eine konservative als auch operative Behandlung möglich. Falls die Voraussetzungen bestehen, ist bei der konservativen Therapie die frühzeitige, eingeschränkte Bewegungstherapie (sog. funktionelle Behandlung) mit einem Spezialschuh derzeit Standard. Da die Dauer der Sehnenheilung mindestens 6 Wochen beträgt, ist aber auch diese Behandlung über diesen Zeitraum erforderlich. Im Falle einer operativen Behandlung werden die Rissenden vom Operateur wieder aneinandergenäht.

Nach der Operation muss der Fuß für einige Tage in einem Gips ruhiggestellt werden, bis die Heilung der Hautwunde stattgefunden hat. Anschließend ist eine frühfunktionelle Behandlung, ähnlich der nicht-operativen Behandlung möglich. Bei fachgerechter Behandlung und konsequenter Nachbehandlung mit einer geschulten Krankengymnastik gelingt es fast immer, das Niveau der körperlichen Leistungsfähigkeit, das vor der Verletzung bestand, wiederzuerlangen.

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