Arthrose

Woher kommt die Arthrose? 

Arthrose ist eine Verschleißkrankheit und entsteht bei einem Missverhältnis zwischen Beanspruchung und den Gegebenheiten des betroffenen Gelenkes. In Österreich geht man davon aus, dass nahezu alle Menschen mit einem Lebensalter von > 70 Jahren an Arthrose leiden, wobei die Ausprägung der Arthrose variieren kann. 

Wie kann man Arthrose behandeln?

Bei Arthrose gibt es gute Behandlungsmöglichkeiten, angefangen mit Tabletten (Schmerzmitteln), Injektionen (Kortison oder Hyaluronsäuren) bis hin zum Gelenkersatz, die allesamt die Symptome - also die Schmerzen - verringern können. Welche Methode bei welchem Patienten sinnvoll ist, muss im Einzelfall entschieden werden.

Wie kann man Arthrose vorbeugen? 

Es gibt bestimmte Faktoren, die eine Arthrose negativ beeinflussen. Hierzu gehören ein zu hohes Körpergewicht, zu wenig Bewegung und eine unausgeglichene Ernährung. Diese Faktoren lassen sich durch eine Anpassung des Lebenswandels positiv beeinflussen. Gleichzeitig sollten Verletzungen der Gelenke optimal behandelt werden um das Gelenk als „Ganzes" möglichst intakt halten zu können, da bekannt ist, das Verletzungen, zum Beispiel des Kreuzbandes am Kniegelenk zu einer Instabilität des Gelenkes und somit im Verlauf dann zu einer unnormalen Belastung des Gelenkknorpels führt. 

Welche Sportarten sind gut bei Knieproblemen? 

Bei Problemen des Kniegelenkes sollten Sportarten betrieben werden, bei denen größere Gelenkbelastungen, wie etwa Stöße vermieden werden. Das Walken (auch Nordic Walking) und Fahrradfahren gehören zu den Sportarten, die das Kniegelenk weniger belasten und somit zu empfehlen sind. 

Gibt es eine Möglichkeit die Gelenkschmiere durch Tabletten zu ersetzen? 

Bisher gibt es verschiedene Ansätze die Gelenkschmiere durch Tabletten zu ersetzen, bzw. hinsichtlich Ihrer schützenden Wirkung zu verbessern. Ein Ansatz ist die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln wie zum Beispiel Glucosamine und Chondroitine. Die Wirksamkeit dieser Nahrungsergänzungsmittel wird jedoch in verschiedenen wissenschaftlichen Arbeiten kontrovers diskutiert. Eine etwaige positive Wirkung, die der einer Placebotablette überlegen ist, ist hier erst nach einer Einnahme über Monate hinweg zu erwarten. Auch Hyaluronsäure, ein wesentlicher Bestandteil der Gelenkflüssigkeit ist als Tablette verfügbar, jedoch gibt es hier derzeit keine international verfügbaren wissenschaftlichen Untersuchungen, die eine Wirksamkeit als Tablette belegen könnten. Dagegen ist die Hyaluronsäure in Form einer in das Gelenk zu spritzenden Lösung eine weit verbreitete Methode, bei der einzelne Produkte in wissenschaftlichen Untersuchungen eine placeboüberlegene Wirksamkeit nachweisen konnten. Die „Spritzenbehandlung" unterscheidet sich je nachdem, welches Produkt eingesetzt wird hinsichtlich der erforderlichen Spritzen und der Wirkdauer. So wurde zum Beispiel für das Produkt Hyalgan bei nur einer Injektion eine placebo -überlegene Wirksamkeit über den Untersuchungszeitraum von 6 Monaten hinweg beobachtet. 

Arthrose ganzheitlich behandeln - Die Mitarbeit des Patienten ist wichtig

Irgendwann erwischt der Gelenkverschleiß fast jeden: Etwa 75% der Österreicher sind von Arthrose betroffen, von den über 65-Jährigen bleibt kaum einer verschont. 
Treten Anlauf- und Belastungsschmerzen erstmals auf und ist die Diagnose gestellt, steht man vor der Frage: Wie behandeln? 
Hier gibt es viele verschiedene Möglichkeiten, aus denen der Arzt in Abstimmung mit dem Patienten einen individuellen Therapieplan erstellen kann. Dabei sollte man nicht nur an einem Punkt ansetzen, sondern das Problem ganzheitlich angehen. Mitwirken kann der Patient selbst vor allem bei zwei entscheidenden Punkten: Bewegung und Ernährung. 

Bewegung ist die Grundvoraussetzung jeglicher Therapie, denn die Gelenke müssen durch Muskeln stabilisiert und geführt werden. Dazu fördere sie die Versorgung der Gelenkknorpel mit Nährstoffen, und die verbesserte Durchblutung lässt Entzündungsfaktoren schneller abfließen. 
Bei der Ernährung steht oft der Abbau bzw. die Vermeidung von Übergewicht im Focus, denn besonders bei Knie- und Hüftarthrose belastet jedes überflüssige Kilo die Gelenke. Es empfiehlt sich deshalb für übergewichtige Patienten, einen Ernährungsberater hinzuzuziehen, der einen angepassten Ernährungsplan erstellen kann. 

Als weitere Therapiemaßnahmen kommen dann zur kurzfristigen Schmerzlinderung antientzündliche und schmerzstillende Tabletten in Frage, die aber nicht dauerhaft eingenommen werden sollten. 
Zum Teil mehrere Wochen wirken entzündungshemmende Infiltrationen. 
Längerfristig, zum Teil bis zu einem Jahr kann eine einzige Injektion mit speziell vernetzter Hyaluronsäure den Schmerz bekämpfen. Diese wird direkt in das betroffene Gelenk injiziert und stellt dort die Schmierung und Pufferung wieder her. Dabei sollte man auf die Art der Hyaluronsäure achten. Sie sollte in Hinblick auf Viskosität, Elastizität und Molekulargewicht der körpereigenen Gelenkflüssigkeit möglichst nahe kommen.

Orthopädische Hilfsmittel wie Einlagen und Orthesen können eine weitere Säule der Behandlung bilden. Hier gibt es inzwischen neue, leichtere Produkte, die angenehmer zu tragen sind. Wenn das alles nicht hilft und die Lebensqualität stark eingeschränkt ist, kommen gelenkerhaltende oder gelenkersetzende Operationen zum Einsatz. 
Diese Eingriffe sollten von spezialisierten Chirurgen mit hoher Operationsfrequenz durchgeführt werden.

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