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Arthroskopie - Patienteninformation

Sehr geehrter Patient,

Wegen Ihrer Erkrankung empfehlen wir Ihnen eine arthroskopische Operation. Damit Sie sich zu diesem Eingriff entscheiden können, wollen wir Ihnen den medizinischen Sachverhalt erklären.

Wie geht die Arthroskopie vor sich ?

Wir führen die Arthroskopie hier je nach Lage des Falles und Ihren Wünschen sowohl in Allgemeinnarkose, mit Kreuzstich als auch in örtlicher Betäubung durch. Die Allgemeinnarkose führen unsere Narkoseärzte durch, die Sie auch über die Risiken aufklären.

a.) Die Gelenkspiegelung in örtlicher Betäubung ist nicht schmerzhaft. Sie stehen während der Arthroskopie in dauerndem Sprechkontakt mit dem erfahrenen Operateur und verfolgen seine Arbeit auf dem Fernsehbildschirm.

b.) Die Betäubung des Beines bewirkt nach dem Eingriff Schmerzfreiheit im Gelenk, die bis zu 18 Stunden anhält. Auch dann treten in der Regel keine Schmerzen auf.

c.) Sie dürfen vor dem Eingriff und auch gleich nach dem Eingriff essen und trinken.

Hinweis

Für die ersten 8 – 14 Tage ist folgendes zu beachten:
• Beim Gehen sollen Hilfsmittel (z.B. Krücken) verwendet werden.
• Das Bein mehrere Male pro Tag gestreckt hochlagern:im Sitz auf einem Sessel, in Rückenlage auf einer Erhöhung (z.B. Decke).
• Das Knie mit kalten Kompressen oder Eisbeutel 2-3x pro Tag ca. 15 Minuten kühlen.
   Nach etwa 1 Woche nur noch nach Bedarf kühle Umschläge machen; auch Topfenumschläge sind möglich, sobald die Wunden
   verschlossen sind.

Welche Risiken bestehen?

Die Risiken bei endoskopischen Eingriffen sind gering, wenn Sie von erfahrenen, in diesen Operationstechniken speziell ausgebildeten Ärzten vorgenommen werden und diese auch regelmäßig und häufig diese Eingriffe vornehmen. Dennoch besteht bei jedem ärztlichen Eingriff ein Restrisiko bzgl. einer Komplikation.

Eine Liste aller möglichen Komplikationen, die theoretisch denkbar sind, können Sie wenn Sie wollen einsehen. Das Hauptrisiko bei arthroskopischen Operationen - die Infektionsgefahr - ist wegen des kleinen Hautschnitts sehr gering. Auf 1000 Operationen kann es ungefähr einmal zur Infektion kommen, die im Allgemeinen durch Antibiotika gut zu behandeln ist. Sollte der Verdacht auf eine Gelenkentzündung bestehen, melden Sie sich umgehend bei uns.

Das 2. Risiko besteht im Auftreten von Venenentzündungen und Thrombosen. Zur Vermeidung von Gerinnungsstörungen des Blutes im operierten Bein (Thrombosen), sollten Sie sofort nach dem Eingriff mit Gehübungen beginnen. Dies gewährleistet eine optimale Durchblutung des Beines und verhindert auf natürliche Weise die Verstopfung der Venen durch Blutgerinnsel. In den ersten 10 Tagen nach dem arthroskopischen Eingriff werden Antithrombosespritzen verabreicht.

Verhaltensregeln nach der Arthroskopie

Nach einer Knie- oder Sprunggelenksarthroskopie sollten Sie nach Anweisung des Operateurs mit zwei Unterarmstützen mit Teilbelastung gehen. In jedem Fall muss das Bein aber belastet werden. Kommen Sie nicht selbst mit dem PKW zur Arthroskopie, da Sie nach dem Eingriff nicht selbst fahren dürfen. Tragen Sie keine engen Kleider, da nach der Spiegelung ein Verband angelegt wird.
Eine Kontrolluntersuchung wird meist am 2. Tag nach der Operation durchgeführt; dies kann u.U. auch bei Ihrem Hausarzt geschehen, der von uns über den Verlauf der Operation durch einen Bericht unterrichtet wird.

In den meisten Fällen erfolgt der 1. Verbandswechsel nach der Operation aber in unserer Praxis.

Wir entfernen die Fäden ca.am 10. Tag.

Sollten nach der Spiegelung Fragen oder auch nach mehreren Tagen erneut Schmerzen auftreten, so sollten Sie uns unter der Telefonnummer 0676/480 21 00 verständigen.

Auf jeden Fall rufen Sie uns an, wenn Sie es für erforderlich halten.

Wenn Sie es wünschen kann der Eingriff auf einer DVD aufgezeichnet werden.

Übungen - 3x täglich:

Kniestreckung:
Das Knie durchstrecken, etwa 3-5 Sekunden halten, dann das Knie entspannen. Der Fuß bleibt dabei entspannt. Die Kniestreckung kann auch aus dem Überhang gemacht werden: Sitz auf einem Stuhl, das Knie aus der Beugung heraus in die max. Streckung bringen.
Variationen: das gestreckte Bein in der Luft auf & ab, links & rechts oder kreisförmig bewegen; das gestreckte Bein in der Luft nach außen oder innen drehen; das gestreckte Bein in der Luft halten und den Fuß bewegen.
Kniebeugung:
Das Knie in Rückenlage oder Sitz bis zur Schmerzgrenze beugen und wieder strecken. Jede Bewegung des Kniegelenks ist im schmerzfreien Bereich durchzuführen. Längeres Sitzen mit gebeugtem Knie vermeiden. Das Kniegelenk nach Möglichkeit ausstrecken; kniende Tätigkeiten meiden.

Noch Fragen ?

Sollten Sie noch Fragen zu ihrer bevorstehenden Arthroskopie haben können Sie sich jederzeit an Dr. Hochgatterer wenden.

Der Meniskusriss ist der häufigste grund, warum eine Kniegelenksarthroskopie durchgeführt wird.

Sollten Sie im Ungewissen darüber sein, ob bei ihnen eine Arthroskopie notwendig ist, welcher der beste Zeitpunkt ist und welche Methode für Sie geeignet ist, helfen wir ihnen gerne weiter.

Für weitere Fragen und ein ausführliches Aufklärungsgespräch steht ihnen Mag. Dr. Rainer Hochgatterer sehr gerne zur Verfügung.


Vereinbaren Sie noch heute ihren Beratungstermin unter +43 676 480 71 04 oder hier . . .